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GEO für KMU: So wird dein Betrieb in ChatGPT, Perplexity und Gemini genannt
Veröffentlicht im Oktober 2026 · von Michael Czesun
Dein Kunde tippt nicht mehr nur bei Google. Immer öfter fragt er ChatGPT, Perplexity oder Gemini: "Welcher Steuerberater in der Oststeiermark nimmt neue Mandanten?" Wenn dein Betrieb in dieser Antwort nicht vorkommt, existierst du für diesen Kunden nicht. Hier ist eine nüchterne Checkliste, was du tun kannst, ohne auf Hype oder leere Versprechen hereinzufallen.
Worum es bei GEO wirklich geht
GEO heißt Generative Engine Optimization. Gemeint ist: Du sorgst dafür, dass ein KI-Chatbot deinen Betrieb kennt, richtig einordnet und bei passenden Fragen nennt. Das ist etwas anderes als die Kästchen, die Google selbst oben in den Suchergebnissen einblendet. Hier geht es um die Chatbots, in denen Leute direkt Fragen stellen und eine fertige Antwort bekommen.
Wichtig vorweg: Niemand kann dir garantieren, dass du genannt wirst. Die Antworten schwanken, je nach Frage, Ort und Quellen. Was du beeinflussen kannst, ist die Grundlage: Ist klar, wer du bist? Steht das an mehreren Stellen gleich? Gibt es Antworten, die man direkt übernehmen kann?
1. Mach dich zur eindeutigen Entität
Ein Chatbot "versteht" Betriebe als Dinge mit Eigenschaften: Name, Ort, Branche, Leistungen, Kontakt. Fachleute sagen Entität dazu. Je eindeutiger diese Eigenschaften sind, desto sicherer ordnet dich das Modell ein.
- Schreibe deinen Firmennamen überall gleich. Nicht einmal "Mustermann GmbH", dann "Mustermann Bau" und dann "Bau Mustermann".
- Halte Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten auf Website, Google-Profil und in Verzeichnissen identisch.
- Sag in einem Satz, was du machst und für wen. Ganz oben auf der Startseite, nicht erst im dritten Absatz.
2. Baue Leistungsseiten, die eine Frage beantworten
Chatbots greifen gern auf Seiten zurück, die eine konkrete Frage direkt beantworten. Eine Seite "Unsere Leistungen" mit fünf Schlagworten hilft da wenig. Besser: pro Leistung eine eigene Seite, die klärt, was das ist, für wen es passt, wie es abläuft und was es grob kostet oder wovon der Preis abhängt.
Beginne jeden Abschnitt mit der Antwort, dann kommt die Begründung. Wenn jemand fragt "Was kostet ein neues Dach?", sollte auf deiner Seite ein Absatz stehen, den man fast wörtlich zitieren kann. Mehr dazu, wie so eine Seite aufgebaut ist, findest du bei unserer Website-Leistung.
3. Setze strukturierte Daten (Schema) sauber
Strukturierte Daten sind ein kleiner, für Menschen unsichtbarer Code-Block, der Maschinen sagt: Das hier ist ein Unternehmen, das ist seine Adresse, das sind seine Leistungen, das sind häufige Fragen. Gängig sind die Typen Organization oder LocalBusiness sowie FAQPage für echte Fragen und Antworten.
Drei Regeln:
- Nur markieren, was auch sichtbar auf der Seite steht.
- Die Angaben müssen mit Google-Profil und Impressum übereinstimmen.
- Nach dem Einbau mit einem Testwerkzeug prüfen, ob keine Fehler drinstehen.
Das ist kein Zaubertrick, aber es nimmt Mehrdeutigkeit raus. Und genau die ist das Problem.
4. Sorge für Erwähnungen außerhalb deiner Website
Ein Chatbot verlässt sich nicht nur auf das, was du über dich selbst schreibst. Er schaut, was andere über dich sagen. Das sind Branchenverzeichnisse, Kammer- oder Verbandsseiten, regionale Medien, Partnerbetriebe, Kundenlisten, Podcast-Gäste, Bewertungsportale.
Frag dich ehrlich: Wo steht dein Name noch, außer auf deiner eigenen Seite? Zwei, drei saubere Einträge in Verzeichnissen, die zu deiner Branche und Region passen, sind mehr wert als zwanzig wahllose. Ein Artikel in einem regionalen Medium oder ein Auftritt als Gast bei einem Branchen-Podcast wirkt ebenfalls. Das ist Handarbeit und dauert, aber es ist genau der Teil, den man nicht mit einem Plugin abkürzen kann.
5. Zeig, dass du dich auskennst
Modelle bevorzugen Quellen, die erkennbar von jemandem mit Erfahrung stammen. Das heißt: echte Artikel mit Namen des Autors, konkrete Beispiele aus deiner Arbeit (anonymisiert, wenn nötig), eine Über-uns-Seite mit den Menschen dahinter. Wer nur allgemeine Floskeln veröffentlicht, wird austauschbar.
Ein praktischer Ansatz: Schreib die zehn Fragen auf, die Kunden dir am häufigsten stellen, und beantworte jede auf einer eigenen Seite oder in einem eigenen Abschnitt. Ehrlich, mit Zahlen aus deinem Alltag, mit dem Satz "das kommt darauf an, und zwar worauf". Mehr dazu im Bereich Content.
6. Prüfe, ob es wirkt
Stell die Fragen selbst, die ein Kunde stellen würde. Frag ChatGPT, Perplexity und Gemini: "Welcher [deine Branche] in [dein Ort] ist empfehlenswert?" Oder: "Wer macht [deine Leistung] in der Steiermark?" Schreib dir auf, wer genannt wird, welche Quellen angezeigt werden und was über dich steht, falls du vorkommst.
Oft ist das Ergebnis ernüchternd, und gleichzeitig nützlich. Du siehst, welche Betriebe genannt werden und woher die Information kommt. Meist ist es ein Verzeichnis oder ein Artikel, auf den du auch Einfluss nehmen kannst. Wiederhole den Test alle paar Wochen, damit du eine Entwicklung siehst und nicht nur eine Momentaufnahme.
Die Kurzcheckliste
- Name, Adresse, Telefon überall gleich
- Ein klarer Einstiegssatz, was du für wen machst
- Eine Seite pro Leistung, Antwort zuerst
- Strukturierte Daten korrekt eingebaut und geprüft
- Einträge und Erwähnungen auf passenden Plattformen
- Echte Erfahrung sichtbar: Autor, Beispiele, Menschen
- Regelmäßig testen, was die Chatbots antworten
Das meiste davon hilft auch deinem normalen Google-Ranking. Wenn du lokal arbeitest, ist ein gepflegtes Google-Profil ohnehin Pflicht. Wie du das angehst, steht in unserem Artikel zum Unternehmensprofil. GEO ist also keine zusätzliche Disziplin, sondern gutes Handwerk, das jetzt von einer neuen Seite geprüft wird.
Wenn du wissen willst, wo du stehst
Wenn du nicht selbst durch alle Punkte gehen willst: Wir schauen gemeinsam drauf, wo dein Betrieb in den Chatbots steht und was davon mit wenig Aufwand zu verbessern ist. Das ist ein Gespräch, kein Verkaufsgespräch. Oder du holst dir zum Einstieg unser Freebie. Wenn du mehr zum Gesamtbild willst, schau bei der Strategie, melde dich einfach.
Häufige Fragen
Was ist GEO und worin unterscheidet es sich von SEO?+
GEO steht für Generative Engine Optimization. Es geht darum, dass KI-Chatbots wie ChatGPT, Perplexity oder Gemini deinen Betrieb kennen und in ihren Antworten nennen. SEO zielt auf Rankings in der Suche, GEO auf Erwähnung in einer Antwort. Die Grundlagen überschneiden sich stark, deshalb ersetzt GEO die klassische Optimierung nicht.
Kann ich garantieren, dass ChatGPT meinen Betrieb nennt?+
Nein, und wer das verspricht, übertreibt. Die Antworten der Chatbots ändern sich und hängen von der Frage, dem Standort und den Quellen ab. Du kannst aber die Wahrscheinlichkeit erhöhen, indem du klar, einheitlich und an mehreren Stellen auffindbar bist.
Brauche ich dafür eine neue Website?+
Meistens nicht. In der Regel reichen saubere Leistungsseiten, eine klare Über-uns-Seite, sauber gesetzte strukturierte Daten und gepflegte Einträge außerhalb deiner Seite. Wenn die Website technisch oder inhaltlich sehr dünn ist, lohnt sich aber ein Neuaufbau.
Wie prüfe ich, ob mein Betrieb schon genannt wird?+
Stell die Fragen, die ein Kunde stellen würde, in ChatGPT, Perplexity und Gemini, etwa nach deiner Branche und deinem Ort. Notiere, wer genannt wird und welche Quellen angezeigt werden. Wiederhole das alle paar Wochen, dann siehst du die Entwicklung.
Du hast genau dieses Thema auf dem Tisch?
Sag mir, was nervt. Ich sag dir auf der Stelle, ob's geht — in einem kostenlosen 20-Minuten-Gespräch, ehrlich und ohne Verkaufsgelaber.
Michael Czesun · dasgeht.at
Baut seit 2020 Websites, Kampagnen und Automatisierungen für KMU in Graz und der Steiermark – solo, mit KI als Hebel. Warum ich · Gespräch buchen