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Google Unternehmensprofil optimieren: 12 Punkte für Betriebe in Graz und Umgebung
Veröffentlicht im Oktober 2026 · von Michael Czesun
Wenn jemand in Graz nach "Tischler", "Physiotherapie" oder "Zahnarzt" sucht, sieht er zuerst die Karte mit den Profilen. Nicht deine Website. Dein Google Unternehmensprofil ist damit oft der erste Eindruck, den ein neuer Kunde von dir bekommt, und er entsteht in wenigen Sekunden. Hier sind 12 Punkte, die du in einem Nachmittag durchgehen kannst. Bewertungen lassen wir bewusst draußen, dafür gibt es einen eigenen Artikel.
Die Grundlagen: Wer bist du und wo?
1. Name exakt so, wie er auf dem Schild steht. Keine angehängten Schlagworte wie "Installateur Graz günstig". Das klingt nach Trick und kann zur Sperrung des Profils führen. Der Name ist der, den dein Betrieb tatsächlich führt.
2. Adresse und Servicegebiet ehrlich angeben. Wenn Kunden zu dir kommen, trag die Adresse ein. Wenn du zu Kunden fährst, kannst du die Adresse ausblenden und stattdessen ein Servicegebiet angeben: Graz, Graz-Umgebung, Leibnitz, Weiz, was auch immer stimmt. Gib nicht die halbe Steiermark an, wenn du real nur im Bezirk arbeitest.
3. Telefonnummer und Website eintragen und prüfen. Klingt banal, aber überraschend oft steht eine alte Nummer drin. Ruf einmal selbst an. Verlinke auf die passende Seite, nicht zwingend auf die Startseite: ein Gastronom kann direkt auf die Reservierung verlinken, ein Handwerker auf die Leistungsübersicht.
4. Öffnungszeiten, inklusive Sonderzeiten. Feiertage, Betriebsurlaub, Zeiten "nach Vereinbarung". Nichts ärgert Kunden mehr als vor verschlossener Tür zu stehen, weil Google etwas anderes behauptet hat.
Die Einordnung: Was machst du?
5. Die Hauptkategorie sorgfältig wählen. Das ist einer der wichtigsten Hebel. Wähle die Kategorie, die deinen Kerngeschäft am genauesten beschreibt, nicht die allgemeinste. "Fliesenleger" schlägt "Bauunternehmen", wenn du Fliesen legst.
6. Zusatzkategorien dazunehmen. Alles, was du wirklich anbietest und was einen eigenen Namen hat. Aber nur das, nicht aufblasen. Zehn halbwahre Kategorien verwässern das Profil.
7. Leistungen und Produkte eintragen. Jede Leistung mit kurzem, klarem Text und, wo es passt, einem Hinweis auf den Preis oder worauf er sich bezieht. Das beantwortet die Frage "macht der das auch?", bevor jemand anruft. Passend dazu sollten die Leistungen auf deiner Website gleich benannt sein.
8. Beschreibung nutzen. Die Beschreibung wird gelesen, wenn auch nicht von jedem. Schreib zwei, drei Sätze: Was machst du, für wen, seit wann, wo. Ohne Superlative, ohne Telefonnummer, ohne Werbesprache. So, wie du es einem neuen Nachbarn erklären würdest.
Der Eindruck: Was sieht man?
9. Fotos, die echt sind. Außenansicht, Eingang (damit man dich findet), Innenraum, Team, Arbeit in Aktion, fertige Ergebnisse. Keine Stockfotos. Gerade bei lokalen Betrieben merken Leute sofort, ob es dein Laden ist. Mit dem Handy bei gutem Licht reicht oft, wichtig ist Schärfe und ein aufgeräumter Hintergrund. Ein Logo und ein Titelbild gehören dazu. Ergänze alle paar Wochen ein paar neue Aufnahmen, dann wirkt das Profil lebendig.
10. Beiträge veröffentlichen. Aktionen, Neuigkeiten, saisonale Hinweise, kurze Einblicke. Das ist kein Social-Media-Marathon: Ein Beitrag alle paar Wochen genügt. Verwende ein Foto, zwei Sätze und, wenn sinnvoll, einen Button. Die Texte kannst du aus deinen Kanälen wiederverwenden, siehe auch Social Media.
Die Interaktion: Fragen und Erreichbarkeit
11. Fragen und Antworten selbst befüllen. Im Profil können Leute Fragen stellen, und jeder darf antworten, auch Fremde, auch falsch. Besser, du kommst zuvor: Stell die häufigsten Fragen selbst und beantworte sie sachlich. Etwa: "Gibt es Parkplätze?", "Muss ich einen Termin ausmachen?", "Arbeitet ihr auch in [Nachbarort]?" Schau regelmäßig, ob neue Fragen aufgetaucht sind, und antworte zeitnah. Der Funktionsumfang dieser Rubrik kann sich bei Google ändern, prüfe also, was dir in deinem Profil aktuell angeboten wird.
12. Kontaktwege und Attribute aktivieren. Nachrichten, Terminbuchung, Barrierefreiheit, Zahlungsarten, WLAN, Lieferung: alles, was zutrifft und angeboten wird. Das sind kleine Häkchen, die Entscheidungen auslösen. Wer mit dem Rollstuhl kommt oder mit Karte zahlen will, möchte das vorab wissen.
Was Betriebe in Graz gern übersehen
- Doppelte Profile. Durch Umzug, Namenswechsel oder frühere Eintragungen gibt es manchmal zwei Einträge. Suche nach dir selbst und melde Dubletten.
- Nicht bestätigte Profile. Wenn du das Profil nie verifiziert hast, kannst du es nicht richtig steuern. Hol das nach.
- Uneinheitliche Daten. Google gleicht ab. Was auf Website, Impressum, Verzeichnissen und im Profil unterschiedlich steht, schwächt dich.
- Zugang nur bei einer Person. Wenn die Mitarbeiterin ausscheidet, die das Profil angelegt hat, bist du ausgesperrt. Verwalter hinzufügen, Zugangsdaten sicher ablegen.
Wie weit das alles trägt
Ein sauberes Profil ist die Basis, nicht der Ersatz für alles andere. Es macht dich auffindbar und verhindert, dass du durch Schlamperei Kunden verlierst. Ob du ganz vorne landest, hängt zusätzlich von Entfernung, Konkurrenz und anderen Signalen ab, und das lässt sich nicht pauschal versprechen. Wenn du darüber hinaus gezielt sichtbar werden willst, helfen Ads oder eine saubere Basis auf der Website. Einen Überblick, was wir in der Region machen, findest du auf unserer Seite zur Marketing-Agentur Graz.
Wenn du es nicht selbst machen willst
Die 12 Punkte sind in ein bis zwei Stunden machbar, wenn man weiß, wo man klicken muss. Wenn du lieber hättest, dass jemand einmal drübersieht und dir sagt, wo bei dir die größten Lücken sind: Meld dich einfach. Wir schauen uns dein Profil gemeinsam an, ohne Verpflichtung, und du bekommst eine ehrliche Einschätzung. Für den Einstieg kannst du dir auch unser Freebie holen.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis Änderungen am Profil sichtbar werden?+
Kleinere Änderungen wie Öffnungszeiten oder Fotos erscheinen oft innerhalb weniger Stunden bis Tage. Größere Änderungen wie Name, Kategorie oder Adresse können von Google geprüft werden und länger dauern. Rechne also lieber mit ein paar Tagen als mit Minuten.
Darf ich in den Firmennamen Keywords schreiben?+
Nein. Der Name muss dem tatsächlichen Namen deines Betriebs entsprechen, so wie er auf Schild, Rechnung und Website steht. Namen mit angehängten Schlagworten verstoßen gegen die Richtlinien und können zur Sperre des Profils führen.
Muss ich ein Ladenlokal haben, um ein Profil zu bekommen?+
Nicht zwingend. Betriebe, die zu den Kunden fahren, können ein Profil mit Servicegebiet führen und die Adresse ausblenden. Wichtig ist, dass du die Angaben ehrlich und überprüfbar hältst.
Wie oft sollte ich das Profil pflegen?+
Ein Check pro Monat reicht für die meisten Betriebe. Bei Änderungen von Öffnungszeiten, Urlaub oder Leistungen sofort aktualisieren. Beiträge und Fotos brauchen keinen Zwang, aber ein Lebenszeichen alle paar Wochen wirkt gepflegt.
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Michael Czesun · dasgeht.at
Baut seit 2020 Websites, Kampagnen und Automatisierungen für KMU in Graz und der Steiermark – solo, mit KI als Hebel. Warum ich · Gespräch buchen